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Seit April 2010 probt das Ensemble für die  DEUTSCHLANDPREMIERE des Schweizer Autoren Simon Froehling.

Simon Froehling lebt als freier Autor und Übersetzer in Zürich und Berlin und studiert zurzeit Literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut, HKB, in Biel. Seine Stücke wurden u.a. am Theaterhaus Gessnerallee, am Theater am Neumarkt in Zürich sowie am Schauspielhaus Wien aufgeführt. Er ist Gewinner der «Appellation contrôlée» des AdS 2004, des Dramatikerpreises der Schweizerischen Autorengesellschaft 2006 und des Publikumspreises der St. Galler Autorentage 2007.

NKWir werden dich anstarren, du wirst uns nicht aus deinem Hirn rausbekommen, wir werden uns einbrennen in deine Retina.” Geschichten über Unsichtbare und Auffallende, Voyeure und Exhibitionisten, inspiriert von einer Zeit, in der Leute ihr Leben zwanghaft auf Homevideos und Websites sichtbar machen und in der Millionen von Sicherheitskameras jede Bewegung im öffentlichen Raum registrieren. Das neue Stück von Simon Froehling verdichtet sich um das Erinnern und Beobachten, um das Sichtbarsein, die Angst vor dem Verschwinden und den Umstand, dass wir nur zu sein meinen, wenn wir glauben, man sehe uns.
Da ist der Mann, der sein Gedächtnis verliert und sein altes Ich durch die Augen anderer rekonstruieren muss. Die Frau, die sich gerne auf erotische Spielereien in der Öffentlichkeit einlässt. Ein Gewalttätiger, von dem nur die Turnschuhe in Erinnerung bleiben, ein Polizist, der sich über einen Voyeur in der Nachbarschaft aufregt. Und eine Pennerin, die niemand mehr wahrnimmt. Lebenswege und Alltagsgeschichten kreuzen sich und mit exhibitionistischer Verve enthüllen die Figuren, was sie von sich zeigen wollen und zwingen wiederum ihre voyeuristische Macht den anderen auf, um die Autorität ihres Blickes zu festigen. So fügen sich die Episoden zu einem überraschenden und kühl schillernden – weil aus der Beobachtung geborenen – Gesamtbild.
Dabei bewahren die Figuren immer einen Rest ihrer Rätselhaftigkeit und bleiben, trotz aufmerksamer Beobachtung, etwas undurchschaubar – nicht zuletzt für sich selbst.

Das “theaterinmitte” arbeitet erneut mit dem Bühnenbildner André Thiemig und der Kostümbildnerin Karoline Pieper zusammen. Einer neuen spannenden Herausforderung stellt sich das Theater in diesem Jahr. 2010 arbeitet das “theaterinmitte” nicht mit “Mojo Fit” zusammen, sondern mit den Musikern Jan Ferreira und Erik Thews.
Beide komponieren die Musik und werden sie später live spielen. Von Beginn der Proben begleiten sie die Theaterarbeit. Dadurch entsteht ein intensiver Austausch von Ideen. Die SchauspielerInnen und die Musiker können somit wechselseitig reagieren.


Einblicke in den Probenprozess

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